05 Anthroposophie

Die anthroposophische Medizin

Das anthroposophische Menschen- und Tierbild sieht den Organismus als Einheit aus körperlichen, seelischen und geistigen Aspekten. Die Lehre geht auf Rudolf Steiner (1861-1925) zurück, welcher als erster die Notwendigkeit erkannte, in der medizinischen Behandlung auch das Gleichgewicht in der Gesamtheit wiederherzustellen.
Nicht nur der Körper, sondern auch die Lebenskraft, die Seele oder die geistige Tätigkeit kann aus dem Lot geraten.
Mit Hilfe von homöopathisch hergestellten Substanzen werden die Selbstheilungskräfte angeregt, die einzelnen Aspekte wieder zusammenzufügen. Diese Substanzen können pflanzlicher, tierischer oder mineralischer Herkunft sein.

Neben der medikamentellen Behandlung setzt die anthroposophische Medizin aber auch auf den richtigen Rhythmus, welcher Mensch und Tier wieder in seine harmonische Schwingung versetzen soll. Massagen, Bewegungstherapie und Musiktherapie finden hier ihren Einsatz.

Krankheit gilt als Ausdruck und Möglichkeit der Weiterentwicklung.
Sie ist also kein Grund zu verzweifeln, sondern mal über die Umstände nachzudenken, die den Patienten krank gemacht haben.

Die anthroposophische Medizin lehnt die Schulmedizin nicht ab, sondern versteht sich als Ergänzung.

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