04 TCM

Qi - die Lebensenergie

In fernöstlichen Anschauungen steht immer die Energie und die Lebenskraft im Mittelpunkt.
Diese Lebensenergie Qi hat 3 Quellen: die Einatmungsluft, die aufgenommenen Nahrung und die ererbte Ursprungsenergie, welche nicht regenerierbar ist.
Das Qi ist im Körper für verschiedene Funktionen zuständig: Bewegung, Aktivität, Wachstum, Stoffwechsel, Verdauung, Entgiftung, Abwehrsystem, Ordnung der Flüssigkeiten, Temperaturkontrolle.
Ein Teil des Qi fließt in bestimmten Leitbahnen, den sogenannten Meridianen.
Das Qi kann sowohl durch äußere wie innere Einflüsse beeinträchtigt werden, wodurch die Balance im Körper gestört wird und krankmachende Disharmonien auftreten.

Untersuchung in der TCM

Das Besondere an der Art der Untersuchung in der chinesischen Medizin liegt an der Kunst des Beobachtens, die der gute TCM-Arzt beherrschen sollte.
Nach dieser ausführlichen Betrachtung des Patienten werden nun Sinneseindrücke wie Riechen und Fühlen stark in die Diagnostik miteinbezogen. Freilich ist auch die Erfragung der jeweiligen Vorgeschichte bedeutend, in der die Schilderung von körperlichen wie seelischen/emotionalen Problemen oder Veränderungen gleichermaßen bewertet wird.
Deshalb ist es auch so wichtig, daß der Mensch sein Tier genau beobachtet, um eventuelle Wesensänderungen oder Verhaltensauffälligkeiten zu registrieren, die mit bei der Diagnose behilflich sind.

Behandlungen in der TCM

In der traditionell chinesischen Medizin kennt man verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung:
  • Akupunktur, Akupressur -siehe auch Pferdeakupunktur
  • Moxibustion
  • Massagen/manuelle Therapie
  • Aromatherapie
  • Kräutertherapie/Phytotherapie
    In der chinesischen Medizin sollen die passenden Heilkräuer dem Patienten wieder seine ideale Energiebalance vermitteln.
    So gibt es wärmende, stoffwechselanregende - aber auch kühlende, beruhigende Kräuter.
  • angepaßte Fütterung
    Die richtige Ernährung/Fütterung spielt in der TCM eine große Rolle. Jedes Nahrungsmittel/Futter wird als Medizin gesehen, die über die Jahre hinweg über Gesundheit und Krankheit entscheidet. Abgesehen von Geschmack und Geruch hat auch jedes Futter wärmende oder kühlende Eigenschaften, die auf die Organe wirken.
Das Entscheidende ist, daß der Energiefluß wieder in Gang gebracht wird. Der Körper wird stimuliert, seine eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Diese Selbstregulation leitet die Heilung ein.
Die Behandlungen beruhen auf dem Prinzip der Regulationstherapie - d.h. wo bereits Strukturen zerstört sind (zB. Arthrosen, degenerative Veränderungen, COPD) ist keine vollständige Heilung möglich. Es kann aber trotzdem eine Steigerung des Wohlbefindens erreicht werden und der chronisch fortschreitenden Prozeß kann aufgehalten oder verzögert werden.

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